Zum Inhalt springen

CSS Modules

CSS Modules funktionieren fast wie Vanilla CSS — aber mit einem entscheidenden Unterschied: Klassennamen werden automatisch eindeutig gemacht. Kein BEM nötig, keine Namenskonflikte.

Auch hier gibt es nichts zu installieren. Vite unterstützt CSS Modules nativ. Du musst nur deine CSS-Dateien mit .module.css benennen:

Button.module.css ← CSS Module
Button.css ← normales CSS (global)

Das .module. im Dateinamen ist das einzige, was den Unterschied macht.

Statt die CSS-Datei nur zu importieren, importierst du sie als Objekt. Jede Klasse wird eine Eigenschaft dieses Objekts:

import classes from './Button.module.css';
// classes.button → "Button_button_x7d2f" (eindeutiger Klassenname)
.button {
padding: 8px 16px;
border: 1px solid #d1d5db;
border-radius: 6px;
background-color: #ffffff;
color: #374151;
font-size: 14px;
cursor: pointer;
}
.button:hover {
background-color: #f3f4f6;
}
.primary {
background-color: #2563eb;
border-color: #2563eb;
color: #ffffff;
}
.primary:hover {
background-color: #1d4ed8;
}

Beachte: Wir brauchen kein BEM mehr. Die Klasse heißt einfach .primary statt .button--primary — CSS Modules sorgen dafür, dass sie eindeutig ist.

import classes from './Button.module.css';
function Button({ variant = "default", children }) {
const className = variant === "primary"
? `${classes.button} ${classes.primary}`
: classes.button;
return (
<button className={className}>{children}</button>
);
}
export default Button;
.card {
border: 1px solid #e5e7eb;
border-radius: 8px;
overflow: hidden;
}
.title {
padding: 16px 20px;
border-bottom: 1px solid #e5e7eb;
background-color: #f9fafb;
}
.title h2 {
margin: 0;
font-size: 18px;
}
.content {
padding: 20px;
}
import classes from './Card.module.css';
function CardTitle({ children }) {
return (
<header className={classes.title}>
<h2>{children}</h2>
</header>
);
}
export default CardTitle;

Hier nutzen wir .title h2 — einen Element-Selektor innerhalb einer Klasse. Das funktioniert, weil CSS Modules nur Klassennamen hashen, nicht Element-Selektoren wie h2. Im Browser wird daraus .Card_title_x7d2f h2, und das trifft jedes <h2> innerhalb des gescopten Containers.

import classes from './Card.module.css';
function CardContent({ children }) {
return (
<div className={classes.content}>{children}</div>
);
}
export default CardContent;
import classes from './Card.module.css';
function Card({ children }) {
return (
<article className={classes.card}>{children}</article>
);
}
export default Card;
.app {
max-width: 600px;
margin: 0 auto;
padding: 20px;
font-family: system-ui, sans-serif;
}
.header {
display: flex;
align-items: center;
gap: 12px;
margin-bottom: 24px;
.headline {
margin: 0;
font-size: 24px;
}
}
.actions {
display: flex;
gap: 8px;
margin-top: 16px;
}
import classes from './App.module.css';
import Card from "./Card";
import CardTitle from "./CardTitle";
import CardContent from "./CardContent";
import Button from "./Button";
function App() {
return (
<div className={classes.app}>
<header className={classes.header}>
<img
src="https://react.dev/images/brand/logo_light.svg"
alt="React Logo"
width="40"
height="40"
/>
<h1 className={classes.headline}>CSS mit React</h1>
</header>
<main>
<Card>
<CardTitle>Willkommen</CardTitle>
<CardContent>
<p>
Diese kleine App zeigt, wie du React-Komponenten mit
verschiedenen CSS-Ansätzen stylen kannst. Die Struktur
bleibt immer gleich — nur das Styling ändert sich.
</p>
<div className={classes.actions}>
<Button>Zurück</Button>
<Button variant="primary">Weiter</Button>
</div>
</CardContent>
</Card>
</main>
</div>
);
}
export default App;

Vergleiche das mit Card.module.css, wo wir .title h2 verwendet haben: Dort brauchte das <h2> keine eigene Klasse, weil h2 ein Element-Selektor ist, den CSS Modules nicht verändert. Hier dagegen ist .headline eine Klasse — und CSS Modules hasht sie unabhängig. Aus .header .headline wird im Browser .App_header_a3f2d .App_headline_k8x1m. Deshalb musst du im JSX beide Klassen explizit anwenden — classes.header auf dem <header> und classes.headline auf dem <h1>.

Wenn du die DevTools öffnest, siehst du generierte Klassennamen wie:

<button class="Button_button_x7d2f Button_primary_a3k9m">Weiter</button>

Der Dateiname und die Klasse werden kombiniert, plus ein eindeutiger Hash. So kann es niemals zu Konflikten kommen — selbst wenn zwei Komponenten eine Klasse .button definieren.

VorteileNachteile
Automatisch eindeutige Klassennamen — keine KonflikteCSS und Komponente sind in separaten Dateien
Vertraute CSS-Syntax — kein neues APIDynamische Styles erfordern Klassen-Kombination
CSS liegt direkt neben der KomponenteKein Zugriff auf JavaScript-Variablen im CSS
Kein Runtime-Overhead — alles wird zur Build-Zeit aufgelöst